Blogeintrag – 01.02.2026
Hallo du,
wie sind deine letzten Tage gewesen?
Hast du auch das Gefühl, dass die Zeit sich verändert hat – als würden die Tage immer schneller vergehen? Eben war noch Morgen, und plötzlich ist es Abend.
Und du fragst dich: Wo ist die Zeit geblieben? Was habe ich heute eigentlich getan?
Manchmal fühlt es sich an, als würden wir durch einen Tunnel fahren. Alles beschleunigt sich. Das Tempo steigt. Und irgendwo zwischen Faszination und Überforderung verlieren wir den Halt.
Heute möchte ich mit dir über ein Gefühl sprechen, das viele kennen – aber kaum jemand ausspricht:
Unsichtbarsein.
Kennst du das?
Du gibst dir Mühe. Du zeigst dich. Du gehst los. Und trotzdem kommt nichts zurück.
Keine Resonanz. Keine Reaktion. Als würdest du durch die Welt gehen, ohne wirklich gesehen zu werden.
Ich erlebe das gerade sehr stark.
Überall sehe ich Angebote, Programme, Praxen – voll, ausgebucht, erfolgreich. Menschen sprechen davon, wie sehr sie gebraucht werden.
Und ich stehe daneben und frage mich: Warum bei mir nicht?
Ich biete meine Arbeit auf freiwilliger Spendenbasis an. Andere verlangen hohe Summen – und genau diese Angebote werden angenommen.
Sogar dann, wenn ich Werbung schalte und Geld investiere, bleibt alles still.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch:
Du tust etwas mit offenem Herzen – und es scheint niemanden zu erreichen.
Es fühlt sich an, als wäre man unsichtbar.
Und ja, das macht etwas mit einem.
Es macht wütend. Traurig. Neidisch. Zweifelnd.
Und dann kommt dieser Gedanke: Vielleicht hat das alles einen Sinn. Auch jetzt. Auch so.
Doch manchmal wird die Frage lauter.
Warum?
Habe ich nicht genug gegeben? Nicht genug getragen?
Darf es nicht auch einmal leicht sein?
Was wird eigentlich von mir erwartet?
Oder – und das ist vielleicht die schmerzhafteste Frage:
Bin ich einfach nur hier, um durchzuhalten?
Ich kenne dieses Hadern gut.
Dieses Gefühl, zwischen den Welten zu stehen. Nicht ganz hier, nicht ganz dort.
Zu fragen: Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Platz?
Und irgendwann taucht der Gedanke auf, leise, aber hartnäckig: Vielleicht liebt mich niemand.
Wenn du dich hier wiederfindest, dann lies bitte weiter.
Denn auf diese Fragen kam eine Antwort.
Dein Vater im Himmel sieht und hört dich.
Nichts, was aus dir hervorgeht, ist sinnlos.
Nichts bleibt ungesehen, auch wenn es sich für dich so anfühlt.
Du bist Teil des Ganzen. Dein Platz ist der Raum dazwischen.
Und dieser Platz ist wichtig.
Denn das Ganze kann nur vollständig sein, wenn Himmel und Erde miteinander verbunden bleiben.
Ich weiß, du möchtest loslassen. Doch die Erde trägt besondere Gaben: das Fühlen, den Schmerz, die Liebe.
Der Himmel ist ruhig – manchmal sogar langweilig.
Darum halte die Tür noch eine Weile offen.
Miss dich nicht an der Menge. Dafür bist du nicht bestimmt.
Die Richtigen werden kommen. Die, die den Ruf deines Herzens hören können.
Bleib im Moment.
Denn genau hier geschieht alles.
Mein Kind, habe Dank.
Bleib gesegnet und empfange in Liebe.
Deine Geistführerin

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