
Blogbeitrag – 03.03.2026
Eigentlich wollte ich heute einen Beitrag über Bewerten und Verurteilen schreiben.
Doch wie so oft kommt es anders. Irgendetwas arbeitet gerade in mir – und das will zuerst ausgesprochen werden.
Mein letzter Blogeintrag liegt schon wieder eine ganze Weile zurück. Als ich diesen Blog begonnen habe, hatte ich mir vorgenommen, täglich ein oder zwei Beiträge zu schreiben.
Heute bin ich froh, wenn ich einen pro Woche schaffe.
Und wenn ich ehrlich bin, frage ich mich manchmal:
Warum stehen meine eigenen Bedürfnisse immer ganz am Ende?
Worüber ich mich dabei am meisten ärgere?
Über mich selbst.
Darüber, dass ich es selbst nach einer Bypass-Operation und einem Lungeninfarkt noch immer nicht wirklich schaffe, mein Leben zu verändern.
Dabei rede ich gar nicht von großen Umbrüchen.
Ich will kein komplett neues Leben anfangen.
Eigentlich wünsche ich mir nur eines:
Mich selbst endlich an die erste Stelle zu setzen.
Heute ist übrigens Vollmond – und gleichzeitig eine totale Mondfinsternis.
Erst im Februar hatten wir eine Sonnenfinsternis.
Ich weiß nicht, ob du an solche Zeichen glaubst.
Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das Leben uns auf merkwürdige Weise zum Innehalten zwingt.
Vielleicht genau dann, wenn wir es am wenigsten wollen.
Blogbeitrag – 05.03.2026
Ich musste eine kleine Pause einlegen.
Mich hat eine Magen-Darm-Infektion erwischt.
Und selbst nach einem Tag mit heftigem Durchfall und praktisch nichts außer Salzstangen zu essen, schaffe ich es offenbar nicht einmal abzunehmen.
Manchmal frage ich mich wirklich:
Warum wird mir alles immer so schwer gemacht?
Kennst du dieses Gefühl?
Dieses Gefühl, ständig ausgebremst zu werden.
Nie das wirklich umzusetzen, was man sich vorgenommen hat.
Immer das Gefühl zu haben, dass alles irgendwie doppelt so schwer ist wie für andere.
Genau in solchen Momenten muss ich an etwas denken, das mir einmal ein sehr weiser Mann gesagt hat.
Die vielleicht schwierigste Aufgabe im Leben
Das Schwierigste für einen Menschen ist nicht das Arbeiten.
Nicht das Kämpfen.
Nicht einmal das Durchhalten.
Das Schwierigste ist:
Nichts zu tun.
Er sagte zu mir:
Selbst wenn du einfach nur dasitzt und scheinbar nichts tust, arbeitet dein Gehirn bereits daran, neue Pläne zu schmieden.
Wirkliches Nichtstun ist etwas ganz anderes.
Es ist ein meditativer Zustand, in dem du vollständig im Moment bist – mit jeder Faser deines Seins.
Und irgendwann kommt vielleicht der Moment, in dem du erkennst:
Dass dir das ganze Universum offensteht.
Dass du in jedem Augenblick die Möglichkeit hast, deine eigene göttliche Natur zu erkennen.
Doch genau das fällt uns so schwer.
Denn wir sind ständig damit beschäftigt, jemand zu werden.
Mehr erreichen.
Mehr leisten.
Mehr darstellen.
Einmal sagte Gott – zumindest so wurde es formuliert:
„Ich habe schon oft angeklopft, aber du warst nie zu Hause.“
Ein Satz, über den man lange meditieren kann.
Wir glauben immer, wir müssten etwas werden.
Etwas erreichen.
Etwas darstellen.
Selbst mit den besten Absichten setzen wir uns dadurch unter enormen Druck.
Wir glauben, wir hätten keine Zeit, das Leben einfach so anzunehmen, wie es ist.
Aber ist es wirklich so schlimm, wenn du in diesem Leben keine große Auszeichnung bekommst?
Keine große Karriere machst?
Keine Beförderung und keinen hohen Lohn erhältst?
Und selbst wenn es so wäre –
ist das wirklich so entscheidend?
Vielleicht gilt etwas ganz anderes:
Alles, was du erlebst, ist genau das, was du in diesem Moment brauchst.
Vielleicht darfst du deshalb manchmal einfach loslassen.
Dich entspannen.
Und darauf vertrauen, dass das Leben mehr weiß als dein Plan.
bis bald….

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